Backstube Angerer

Backstube Angerer Unser Ziel ist die Zusammenarbeit mit lokalen Bauern und die Herstellung eines vollwertigen Brotes aus dem Mehl der hauseigenen Mühle.

Geschichte und Philosophie der BackstubeWährend meiner Ausbildungszeit in Deutschland, im Anschluss welcher ich auch mei...
30/01/2019

Geschichte und Philosophie der Backstube

Während meiner Ausbildungszeit in Deutschland, im Anschluss welcher ich auch meine Meisterprüfung ablegte, bekam ich einen Einblick in die Bäckerei eines Freundes. Im Gegensatz zu anderen Betrieben in dieser Zeit legte er das Augenmerk bei der Produktion auf die Herstellung eines vollwertigen Mehles, gemahlen in der “Zentrofan Mühle”, und auf die Zusammenarbeit mit lokalen Bauern. Schon damals erkannte ich, dass die Bäckerei meines Freundes Erfolg hatte, weil er eine ganz eigene Produktionsweise und Arbeitsphilosophie hegte.
Als ich 1992 nach St. Valentin auf der Haide in Südtirol zurückkehrte, übernahm ich die Backstube meiner Großeltern, welche bis zu diesem Zeitpunkt verpachtet war, und erneuerte sie. Auch im Bereich der Brotherstellung entwickelten sich im Lauf der Zeit diverse Trends. Mein Ziel aber es war stets mit meinen Getreideprodukten einen authentischen Weg einzuschlagen; ich wollte mit regionalem Getreide, Vollwertprodukten, traditioneller Herstellungsweise und vor allem mit schonender Vorgehensweise und Zeit punkten: In der hauseigenen “Zentrofan Mühle” wird das ganze Korn frisch gemahlen oder mit einer Walze zu Flocken gequetscht. Am Vorabend werden Mehl, Flocken und Samen gequollen, dabei geben wir den Teigen Zeit zu reifen und versäuern. Die Bäcker verarbeiten und formen diese Rohstoffe in Handarbeit nach alter Tradition zu Vollwertbroten.
Bis heute ist es mir wichtig, diesen Idealen treu zu bleiben. Dabei bin ich sehr stolz, dass die Bäckerei heute ca. 10 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zählt und der Verkauf an vollwertigen Brotsorten stets gesteigert werden konnte.

Günther Angerer, Backstube Angerer

Roggenvollkornpaarl wie in Omas ZeitenDas Paarlbrot hat seinen Ursprung in Langtaufers, hier bei uns im oberen Vinschgau...
30/01/2019

Roggenvollkornpaarl wie in Omas Zeiten

Das Paarlbrot hat seinen Ursprung in Langtaufers, hier bei uns im oberen Vinschgau. Der Rohstoff unseres Vollkornpaarls ist das Roggenkorn welches direkt von den Bauern der Nachbardörfer zu uns in die Bäckerei gebracht und dort gemahlen wird. Dies muss in unserem Fall schnell geschehen, da unser Vollkornmehl die gesamte Schale und den Keimling enthält und deshalb bereits nach kurzer Zeit an Qualität verliert. Das gemahlene Vollkornmehl wird anschließend mit dem Natursauerteig vermischt ("dampfeln.") Die Besonderheit beim Natursauerteig besteht darin, dass dem Brot keine zusätzliche Hefe hinzugefügt werden muss. Auch früher wurde für das traditionelle Paarl ausschließlich Natursauerteig verwendet, da die Vinschger keine zusätzliche Hefe zur Verfügung hatten. Im Anschluss werden die traditionellen Zutaten: Wasser, Mehl, Salz, Brotklee und Fenchel hinzugefügt.
Der Teig wird von Hand portoniert ("grupft"), als Paarl geformt und nach zusätzlicher Gärzeit gebacken.
Aus dem Backofen gekommen und in unser Geschäft gebracht, verbreitet das Brot dort den unvergleichlichen Duft des traditionellen Vinschger Paarls.

Indirizzo

Hauptstraße 29, Street Valentin Auf Der Haide
Bolzano
39027

Orario di apertura

Lunedì 06:00 - 12:00
15:00 - 18:30
Martedì 06:00 - 12:00
15:00 - 18:30
Mercoledì 06:00 - 12:00
15:00 - 18:30
Giovedì 06:00 - 12:00
15:00 - 18:30
Venerdì 06:00 - 12:00
15:00 - 18:30
Sabato 06:00 - 12:00
15:00 - 18:30

Telefono

+39 0473 634 644

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Geschichte und Philosophie der Backstube

Während meiner Ausbildungszeit in Deutschland, im Anschluss welcher ich auch meine Meisterprüfung ablegte, bekam ich einen Einblick in die Bäckerei eines Freundes. Im Gegensatz zu anderen Betrieben in dieser Zeit legte er das Augenmerk bei der Produktion auf die Herstellung eines vollwertigen Mehles, gemahlen in der “Zentrofan Mühle”, und auf die Zusammenarbeit mit lokalen Bauern. Schon damals erkannte ich, dass die Bäckerei meines Freundes Erfolg hatte, weil er eine ganz eigene Produktionsweise und Arbeitsphilosophie hegte.

Als ich 1992 nach St. Valentin auf der Haide in Südtirol zurückkehrte, übernahm ich die Backstube meiner Großeltern, welche bis zu diesem Zeitpunkt verpachtet war, und erneuerte sie. Auch im Bereich der Brotherstellung entwickelten sich im Lauf der Zeit diverse Trends. Mein Ziel aber es war stets mit meinen Getreideprodukten einen authentischen Weg einzuschlagen; ich wollte mit regionalem Getreide, Vollwertprodukten, traditioneller Herstellungsweise und vor allem mit schonender Vorgehensweise und Zeit punkten: In der hauseigenen “Zentrofan Mühle” wird das ganze Korn frisch gemahlen oder mit einer Walze zu Flocken gequetscht. Am Vorabend werden Mehl, Flocken und Samen gequollen, dabei geben wir den Teigen Zeit zu reifen und versäuern. Die Bäcker verarbeiten und formen diese Rohstoffe in Handarbeit nach alter Tradition zu Vollwertbroten.

Bis heute ist es mir wichtig, diesen Idealen treu zu bleiben. Dabei bin ich sehr stolz, dass die Bäckerei heute ca. 10 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zählt und der Verkauf an vollwertigen Brotsorten stets gesteigert werden konnte.

Günther Angerer, Backstube Angerer