Weil er als Bäcker einfach viel zu früh aufstehen muss? Auch an den Mitarbeitern liegt es nicht. Bäcker Hansen ist stolz auf das starke Zusammengehörigkeitsgefühl und auf jeden Einzelnen im Team, der täglich seinen Beitrag leistet. Schuld sind auch nicht die Kunden. Denn Bäcker Hansen hat die besten Kunden, die man sich überhaupt wünschen kann. Sie haben einen ausgeprägten Sinn für Geschmack und s
paren nicht mit Lob. Morgens stehen sie sogar Schlange bis auf die Straße und sind trotzdem guter Dinge. Es liegt auch nicht an Föhr. Die Insel ist praktisch die Abwesenheit von Unzufriedenheit. Bäcker Hansen ist auch nicht unzufrieden mit Bäcker Hansen. Ein bisschen Selbstkritik schadet ja auch nicht. Und erdet die Menschen schließlich. Irgendwie. Nein. Bäcker Hansen ist unzufrieden - ja beinahe sogar chronisch unzufrieden: und zwar aus Prinzip! Bäcker Hansen glaubt nämlich, dass eine gesunde Unzufriedenheit der beste Antrieb für ein besseres Leben ist. Und wenn er an ein besseres Leben glaubt, dann denkt er vor allem an eines:
an Lebensmittel. Denn...
Was Bäcker Hansen glücklich macht, das ist sein Brot. Und all seine anderen Schätze aus der Backstube. Als er sich also eines schönen Tages Gedanken über Glück und gute Backwaren macht – mit seinen eigenen war er bislang übrigens ausgesprochen glücklich – muss er plötzlich erkennen:
"Alles gut und fein. Aber ehrlich:
Das geht (noch) besser!"
Und weil Bäcker Hansen unzufrieden und obendrein eine ehrliche Haut ist, hat er angefangen, viele Dinge zu hinterfragen:
Warum baue ich den Roggen für mein Mehl nicht hier auf der Insel an? Was haben die ganzen Zusatzstoffe in zugekauften Rohstoffen zu suchen? Braucht „E“ kein Mensch! Warum ist es klug, mehr Geld für naturbelassene Backhelfer – zum Beispiel Weinsteinbackpulver – auszugeben? Dann hat Bäcker Hansen angefangen, die Dinge Schritt für Schritt zu verändern. Kein Ende in Sicht! Denn erstens ist da ja noch immer die Unzufriedenheit. Und zweitens:
Echter is' das.