Naturschutz und Landschaftsplanung

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Heute müssen wir ein Kräutlein ehren, das mit dem Malus „ “ behaftet ist. Das Kleinblütige Springkraut (Impatiens parvif...
24/08/2026

Heute müssen wir ein Kräutlein ehren, das mit dem Malus „ “ behaftet ist. Das Kleinblütige Springkraut (Impatiens parviflora) hat es wohl schon im 19. Jahrhundert aus seiner asiatischen Heimat nach Deutschland geschafft. Bereits seit 1914 gilt es als eingebürgert. Hier wächst es in frischen Wäldern, wie hier in einem Bachtal. Es blüht den ganzen Sommer, ist einjährig und fällt im Herbst in sich zusammen. Die wasserreichen Stängel verrotten schnell.
Läuse saugen an den Stängeln, das zieht Ameisen und Marienkäfer an. Für wie viele Insekten die Pflanze aber wichtig ist, könnt Ihr auf den Bildern sehen, die innerhalb von 20 Minuten auf den Blättern entstanden sind: Faltenmücken, Schlupfwespen, Schwebfliegen, Dungfliegen, Stelzmücken, Glanzkäfer, Rotdeckenkäfer und Strauchschrecke. Sie nutzen die Blätter als Ausgangspunkt für die Jagd, zum Sonnen, als Versteck oder als Nahrung, wie die Blattminierer im letzten Bild.
Anders als das Drüsige Springkraut, das mit 250cm Höhe große Verdrängungskraft ausüben kann, ist das Kleinblütige Springkraut eher ein duldsamer Neuankömmling in unserer Flora; wie viele der Tiere übrigens, die sich mittlerweile auf ihr einfinden.

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NuL- : Einen Schlüsselblumen-Würfelfalter (Hamearis lucina) sieht man bei uns gar nicht mehr so häufig. Der kleine Schme...
10/08/2026

NuL- : Einen Schlüsselblumen-Würfelfalter (Hamearis lucina) sieht man bei uns gar nicht mehr so häufig. Der kleine Schmetterling tummelt sich hier auf den Blüten des Gold-Kälberkropfs an einem Waldrand bei Deutsch-Kreuz in Siebenbürgen. Dort gibt es noch ausgedehnte Wiesen, Säume und blühende Ruderalflächen, die Fluginsekten reichlich Nahrung bieten.der Falter, der im Volksmund auch Perlbinde heißt, fliegt hier in einer zweiten Generation von August bis September. Er bevorzugt lichte Laubwälder und Säume.
Seine Raupen leben auf den Arten der Schlüsselblume, besonders Primula veris und P. elatior.

Schon in unsere Augustausgabe reingelesen? Diesen Monat wird es politisch: Eckhard Jedicke und Rainer Luick diskutieren ...
06/08/2026

Schon in unsere Augustausgabe reingelesen? Diesen Monat wird es politisch: Eckhard Jedicke und Rainer Luick diskutieren darin, wie eine nachhaltige Finanzierung des Naturschutzes im EU-Haushalt aussehen könnte.
Außerdem im Heft: die gesellschaftliche Sicht auf die Effekte grüner Fassaden, das Büro BK Landschaftsarchitekten und die Paludiallianz.

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NuL-  Marienkäfer ist nicht gleich Marienkäfer. Es gibt in Deutschland rund  80 Arten mit sehr unterschiedlichen Ansprüc...
15/07/2026

NuL- Marienkäfer ist nicht gleich Marienkäfer. Es gibt in Deutschland rund 80 Arten mit sehr unterschiedlichen Ansprüchen. Das hier ist der Pilz-Marienkäfer (Psyllobora vigintiduopunctata), der auch Zweiundzwanzigpunkt-Marienkäfer heißt. Die Zahl auf Latein verbirgt sich in seinem Artnahmen.
Wenn Ihr genau hinschaut, erfahrt Ihr auch schon etwas über seine Lebensweise. Denn wie der deutsche Name bereits erahnen lässt, ernährt sich dieser gelbe Marienkäfer von Pilzfäden, genauer gesagt von Echtem Mehltau. Besonders häufig ist er auf Eichen zu finden, die oft von Mehltau befallen werden. Hier hat der Käfer aber Mehltaupilze auf dem Rainkohl gefunden - einer kurzlebigen Staude, die sich an nährstoffreichen Waldrändern findet.
Dort leben auch Käfer und Larven. Man findet die erwachsenen Käfer zwischen April und September.

Mit einer Königslibelle auf dem Cover laden wir diesen Monat zum Artenentdecken ein: Simon Clausen und Jasmin Christians...
13/07/2026

Mit einer Königslibelle auf dem Cover laden wir diesen Monat zum Artenentdecken ein: Simon Clausen und Jasmin Christiansen haben einen Schlüssel entwickelt, mit dem die Libellenbestimmung für Laien erleichtert wird.
Auch sonst hat unsere Juliausgabe natürlich wieder einiges zu bieten: Unsere Beiträge beschäftigen sich mit der Artenvielfalt auf Allmendweiden, mit der Wiederansiedlung des Scheckenfalters, dem Mähen mit der Handsense und einigem mehr.

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NuL-  Wie der Klimawandel die Artenzusammensetzung unserer heimischen Fauna beeinflusst, könnt Ihr an zwei verwandten Li...
05/07/2026

NuL- Wie der Klimawandel die Artenzusammensetzung unserer heimischen Fauna beeinflusst, könnt Ihr an zwei verwandten Libellenarten sehen. Das Kleine Granatauge (Erythromma viridulum) und die Pokaljungfer oder das Saphirauge (Erythromma lindenii) sind zwei Schlanklibellen, die aus dem Süden zu uns gekommen sind und jetzt an geeigneten Stellen leicht beobachtet werden können.
Ihre Larven leben in der Schwimmblattzone langsam fließender Gewässer und sie sind mittlerweile bei uns häufig. Die Mänchen sind blau gefärbt und haben rote („Granatauge“) bzw. Intensiv blaue („Saphierauge“) Facettenaugen. Die Weibchen sind dagegen grünlich mit eher bräunlich-grünlichen Augen.
Die Schlanklibellen, von denen es bei uns einige weitere Arten gibt, stellen den größten Teil unserer Libellenfauna. Jetzt, zur Libellenzeit, treten sie oft in großer Zahl auf.
Schaut doch mal hin!
Für manche Libellenarten könnt Ihr übrigens mit einem Gartenteich richtig was tun und die Tiere dann direkt vor der eigenen Haustür beobachten.

NuL-  Ja, was ist denn das? Die kostenlose App Obsidentify von Observation.org Deutschland weiß es: Der Mondvogel oder M...
01/07/2026

NuL- Ja, was ist denn das? Die kostenlose App Obsidentify von Observation.org Deutschland weiß es: Der Mondvogel oder Mondfleck (Phalera bucephala) ist ein Nachtfalter aus der Familie der Zahnspinner und lebt in Laubwäldern und Parks. Er kann bis zu 7 cm Flügelspannweite erreichen und gehört damit zu den ganz Großen unter den heimischen Insekten. Seine Raupen sind wenig spezialisiert und fressen die Blätter zahlreicher Laubgrhölze, etwa Linde, Erle, Birke, Weide oder von Obstbäumen. Man findet sie zwischen Juli und August, die Falter zwischen Mai und Juli. Häufig werden sie von Lichtquellen angezogen. Wenn Ihr also etwas tun wollt - verwendet im Aussenraum so wenig Licht wie möglich oder warmes Licht unter 3.000 Kelvin (Amber). Das schützt viele nachtaktive Tiere und auch Euren Schlaf.

Wer jetzt in der Natur aufpasst, kann den Grashüpfern zuschauen. Diese leiden auch extrem unter übertriebener „Wiesenpfl...
29/06/2026

Wer jetzt in der Natur aufpasst, kann den Grashüpfern zuschauen. Diese leiden auch extrem unter übertriebener „Wiesenpflege“. Aber dort, wo das Gras länger stehen bleiben darf, können sie sich auch entwickeln.
Wenn Ihr dabei genau hinschaut oder die kostenlose App von Observation.org Deutschland nutzt, werdet Ihr erstaunt feststellen, wie groß die Vielfalt unter den Heuschrecken ist. Es gibt in Deutschland rund 80 Spezies, von denen fast die Hälfte auf der Roten Liste der bedrohten Arten steht. Man unterscheidet Langfühlerschrecken, zu denen Laubheuschrecken und Grillen gehören, die Ihr an den extrem langen Fühlern erkennt. Kurzfühlerschrecken haben dagegen Tastorgane, die maximal halb so lang sind, wie ihr Körper. Auf den Bildern seht Ihr den Gemeinen Grashüpfer (Pseudochorthippus parallelus) und ein Weibchen von Rösels Beißschrecle (Roeseliana roeselii). Beide Arten könnt Ihr auch in Eurer Umgebung finden.
Übrigens hat die Bayerische Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege dazu eine schöne Schrift veröffentlicht:https://www.anl.bayern.de/projekte/tierelive/doc/007_heuschrecken_ges_ba.pdf

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Haben Sie schon einen Blick in unsere Juniausgabe geworfen? Darin untersuchen unsere Autorinnen und Autoren den Effekt v...
24/06/2026

Haben Sie schon einen Blick in unsere Juniausgabe geworfen? Darin untersuchen unsere Autorinnen und Autoren den Effekt von Biogasblühfeldern für die Biogasdiversität, stellen die raumbezogene Konfliktrisikobewertung vor und gehen auf das Zusammenwirken von Rindern und Menschen im Schwarzwald ein. Außerdem empfehlenswert und zum Nachahmen empfohlen: das Aktionsbündnis Insektenschutz im Rhein-Kreis Neuss.

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Gerade wurde in Kassel der Deutsche Landschaftspflegepreis 2026 verliehen!Nachdem im Rahmen des Deutschen Landschaftspfl...
23/06/2026

Gerade wurde in Kassel der Deutsche Landschaftspflegepreis 2026 verliehen!
Nachdem im Rahmen des Deutschen Landschaftspflegetages heute bereits die Gewinner des Ideenwettbewerbs Bioökonomie geehrt wurden, wurden nun auch die Landschaftspflegepreise verliehen.
Ausgezeichnet wurden als Projekte die Beweidung im Übergangsmoor Hühnerfeld und "Klimaresilienter Dialog-Acker", außerdem wurden engagierte Personen gewürdigt: Der erste Preis ging an Dr. Wolfgang Ehmke, mit dem zweiten Platz wurden die Brüder Martin und Hubert Bartl geehrt. Einen Sonderpreis gab es für Fischer Maschinenbau für ihre technische Innovation "EcoCut".

Mehr zu den Preisträgern und den Projekten lesen Sie in der Augustausgabe von Naturschutz und Landschaftsplanung!

Adresse

Wollgrasweg 41
Stuttgart
70599

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