10/01/2017
„Es ist super, wenn Menschen wie Frau Bräu sich so für eine gute Sache einsetzen – mit großem Herz und grenzenloser Hingabe alles dafür tun, dass das Wohl kleiner Patienten so gut es geht gefördert wird“, freute sich Konditormeister Ludwig Schifferl am Dienstag in Bogen bei der Spendenübergabe zugunsten der Bettina-Bräu-Stiftung.
Der Juniorchef des Traditionsbackhauses Schifferl übergab mit der Betriebsleiterin Elke Bock einen Scheck im Wert von 10 000 Euro. Es sollte eine Überraschung für Irmgard Bräu werden – und das ist den Verantwortlichen der Bäckerei Schifferl gelungen. Die Unternehmerfamilie hatte sich vorgenommen das Jahr 2017 mit einer guten Tat zu beginnen und zum wiederholten Mal die Bettina-Bräu-Stiftung mit einer Geldspende zu unterstützen.
Besonders im Dezember wurde fleißig in den Gutes von Gestern-Läden eingekauft, denn alle Einnahmen daraus flossen zu 100 Prozent an die Bettina-Bräu-Stiftung. Diese Läden – derzeit in Bogen und Regensburg und ab Frühjahr auch wieder in Straubing – bieten eine schmackhafte Brot- und Backwarenvielfalt vom Vortag preiswert an. Dass sich aus vielen kleinen Beträgen auch eine große Summe an Geld ansammeln kann, zeigte nun die Spendenaktion, im fünfstelligen Bereich. Dank vieler Kunden, einer großherzigen Unternehmerfamilie und engagierten Mitarbeitern wurden jetzt 10 000 Euro an die Bettina-Bräu-Stiftung übergeben.
Diese Stiftung besteht über 20 Jahre mit dem Schwerpunkt, sowohl das soziale Umfeld erkrankter Kinder als auch die medizinische Hilfe laufend zu verbessern. Pionierfrau Irmgard Bräu hat sich das Vermächtnis „Mehr Leben für krebskranke Kinder“ längst zur Lebensaufgabe gemacht und unterstützt mit ihrem Mann Alois und vielen „lieben Menschen“ tagein, tagaus das Projekt, dessen Vision darin liegt, dass eines Tages kein Kind mehr an Krebs sterben soll. Noch vor wenigen Jahrzehnten konnten Kinder mit Krebserkrankungen nicht geheilt werden, heute gelingt es dank nationaler und internationaler wissenschaftlicher Anstrengungen, vier von fünf Kindern mit Krebserkrankungen langfristig von ihrem Leiden zu befreien.
Durch ihr persönliches Schicksal und ihre Besuche im Dr.-von-Haunerschen Kinderspital in München weiß Irmgard Bräu, dass der Weg von der Diagnose einer schweren Erkrankung bis zur Gesundung, Wiederherstellung oder zur Besserung des körperlichen Zustandes das Leben eines Kindes und dessen Familie radikal verändert. „Da kommt so ein Geldsegen gerade richtig“, freut sich die bescheidene und dankbare Powerfrau. Die Spendengelder sollen zur Verbesserung der medizinischen Maßnahmen dienen, die Krebsursachenforschung intensivieren und Überlebensraten bei der Heilung erhöhen. Von den Ergebnissen aus sämtlichen Forschungsprojekten profitieren die krebskranken Kinder weltweit, informiert sie. Mit einem Teil der Spende sollen auch die Elternwohnungen unterhalten werden. Im vergangenen Jahr nutzten Väter, Mütter und Geschwister 3 668 Mal die Übernachtungsmöglichkeit. Der „Hort der Liebe“ schafft viele Erleichterungen für die Familienmitglieder der kleinen Patienten und ist eine wichtige Oase, um Kraft zu tanken oder Gespräche mit Gleichgesinnten zu führen.