01/04/2026
Sommer 1949. Die junge Elsa ist eine von dreihundert Frauen, die nach Island kommt, um dort die Bauern bei der Hofarbeit zu unterstützen. Nun ist sie da. Geflüchtet und traumatisiert von dem, was war, um zu vergessen und ganz vielleicht auch neu anzufangen. In einer ihr fremden Welt, mit fremden Bräuchen und einer Sprache, die sie weder spricht noch versteht, muss sie lernen, sich in dem Rhythmus dieses neuen Lebens anzupassen.
Aller Anfang ist schwer und Elsas penetrantes Schweigen erschwert die Situation zusätzlich. Und doch entsteht an diesem Ort mit seinen endlosen grünen Wiesen, den dunklen Wintermonaten und dem rauen Meer nach und nach ein Zusammenleben, dem sich Elsa irgendwann nicht mehr entziehen kann.
Ein trauriges, ein mutiges, ein schönes Buch. Von Verlust und Neuanfang, von Trauer und stumpfen Überlebenswillen. Von einer jungen Frau, die während des Zweiten Weltkriegs viel durchgemacht und viel verloren hat. Von einer isländischen Familie, die zerbrochen ist und doch zusammenhält. Von Stille, Zeit und vom Ankommen.
Moosland ist ein Buch, das mit Zeit und Ruhe gelesen werden möchte. Es lädt dazu ein, sich auf eine fremde Welt einzulassen, in der die Natur eine wichtige Rolle spielt.
Buchtipp von Frau Mellert 📚