14/07/2026
Sommerzeit ist Ferienzeit – und um diese Zeit unseren Jugendlichen und jungen Erwachsenen etwas zu bereichern, planten wir eine U21-Tour nach Dortmund mit einem Besuch im Deutschen Fußballmuseum sowie einer Führung durch das Westfalenstadion.
Los ging es bereits kurz nach 7 Uhr morgens mit dem Zug. Gemeinsam mit einer Reisegruppe von insgesamt zehn Personen machten wir uns auf den Weg nach Dortmund. Ursprünglich war geplant, kurz vor halb elf in Dortmund anzukommen, doch die Bahn beziehungsweise das Verkehrschaos in Nordrhein-Westfalen hatte andere Pläne. Aufgrund zahlreicher Verzögerungen erreichten wir das Museum schließlich mit fast zwei Stunden Verspätung. Diese verlorene Zeit ging leider zulasten unserer Mittagspause sowie unseres Aufenthalts im Museum, da im Anschluss bereits die Stadionführung auf dem Programm stand.
Das Deutsche Fußballmuseum bietet auf mehreren Etagen zahlreiche Informationen rund um das Thema Fußball in Deutschland sowie dessen Entwicklung und Geschichte. Neben einzigartigen Ausstellungsstücken gibt es auch verschiedene interaktive Stationen, die den Besuch abwechslungsreich gestalten. Dazu zählen unter anderem ein 3D-Kino, das sich mit den vier deutschen Weltmeistertiteln beschäftigt, sowie weitere multimediale Angebote, die verschiedene Aspekte des Fußballs näher beleuchten.
Die Ausstellung führt die Besucherinnen und Besucher von den Anfängen des Fußballs auf Hinterhöfen und einfachen Bolzplätzen bis hin zur modernen Gegenwart mit großen Multifunktionsarenen und innovativer Stadientechnik. Zu bestaunen gibt es unter anderem Replika der Weltmeisterschafts- und DFB-Pokale sowie zahlreiche kuriose, historische und einzigartige Sammelstücke aus der Fußballwelt.
Zusätzlich gab es die Sonderausstellung „Superheroes“, die sich mit den beiden Nationalspielern Jamal Musiala und Florian Wirtz beschäftigte und im Comic-Stil gestaltet war. Inhaltlich war die Ausstellung durchaus interessant, wirkte durch die starke Nutzung von KI in der grafischen Gestaltung jedoch wie ein Fremdkörper innerhalb der ansonsten sehr klassischen Museumspräsentation.
Anschließend ging es mit der U-Bahn weiter Richtung Stadion – tatsächlich die einzige pünktliche Zugverbindung an diesem Tag. Vom Treffpunkt an der Fanwelt startete unsere Führung direkt in den Umlauf des Stadions und weiter auf die Haupttribüne. Ein besonderes Highlight war der kurze Besuch auf der Südtribüne, der größten Stehtribüne der Welt, auch bekannt als „Gelbe Wand“. Der beeindruckende Anblick dieser traditionsreichen Fantribüne hinterließ bei allen Beteiligten einen bleibenden Eindruck.
Von dort aus führte die Tour weiter in die Mixed-Zone, in die Heimkabine und anschließend durch den Spielertunnel bis hinunter zum Rasen. Unser Stadionguide sorgte dabei nicht nur mit seinem umfangreichen Wissen rund um den Verein und das Stadion für Begeisterung, sondern hatte auch einige spannende und unterhaltsame Anekdoten aus der Fußballwelt im Gepäck. So erzählte er unter anderem Geschichten über einen biertrinkenden Gianluigi Buffon, die abergläubischen Rituale von Robert Lewandowski sowie die nach wie vor eher spartanisch gehaltenen Umkleidekabinen. Diese persönlichen Geschichten machten die Führung besonders lebendig und gaben einen zusätzlichen Einblick hinter die Kulissen des Profifußballs.
An dieser Stelle gilt ein herzlicher Dank an unseren Guide, der seine Aufgabe mit viel Engagement und Leidenschaft erfüllte und die Stadionführung zu einem besonderen Erlebnis machte.
Aufgrund der anhaltenden Bahnprobleme mussten wir die Führung einige Minuten früher verlassen, da unser ursprünglich geplanter Zug ausgefallen war und wir eine alternative Verbindung mit mehr als einer Stunde Verspätung erreichen mussten. Dies gelang zunächst auch, doch die Freude darüber hielt nicht lange an. Bereits in Bochum war die Fahrt erneut unterbrochen: Personen auf den Gleisen sorgten für eine weitere Verzögerung von über einer Stunde.
Am Ende schafften wir es dennoch mit mehr als zwei Stunden Verspätung wieder zurück nach Mainz. Die hohen Temperaturen, die langen Reisezeiten und die zahlreichen Verzögerungen konnten der guten Stimmung jedoch keinen Abbruch tun – alle Beteiligten blickten auf einen schönen und ereignisreichen Tagesausflug nach Dortmund zurück.
Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle auch dem gesamten Zugpersonal, das uns während der langen Wartezeiten mit Getränken und Essen unterstützte und die Situation so angenehm wie möglich gestaltete.
Es war ein schöner, aber auch anstrengender Ausflug. Vielen Dank an alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Tour für diesen gemeinsamen und erinnerungswürdigen Tag.