26/03/2023
Immer wieder kommt ein neuer Frühling
Auf! Kinder zum Tanze,
Der Frühling bricht an.
Es blühen zum Kranze
Die Veilchen heran.
Am Mittwoch war es nun so weit. Bei strahlendem Sonnenschein machten wir uns mit unseren Frühlingsbimmlern auf zu unserem mittlerweile traditionellen Spaziergang. Bevor es losgehen konnte, wurde noch der Geburtstag eines Räubers gebührend gefeiert. Frisch gestärkt, nach unserem Vesper und Geburtstagsmuffins zum Nachtisch, zogen wir also los, um den Frühling zu wecken. Begleitet von der Gitarre, machten wir uns singend, tanzend und hüpfend auf den Weg in Richtung Schönbuchrand am Grafenberg. Wir entdeckten die ersten aufbrechenden Knospen, “Hier ist es schon grün!” ruft ein Räuber aufgeregt, “Hier ist eine Blume!” ruft ein anderer. Fröhlich bimmelten die Kinder mit ihren Glöckchen die zarten Pflänzchen an: “Wach auf liebe Blume, der Frühling ist da!”
Obwohl wir zuerst zwar nur wenige Buschwindröschen fanden, tat sich auf den Wiesen ein Meer von Blausternen auf. Auch Veilchen, Schlüsselblumen und Huflattich konnten sanft geweckt werden. Jauchzend, und wieder mit Gesang und den Klängen der Gitarre untermalt, folgten wir dem sich vor uns schlängelnden Weg über die steilen Hänge des Grafenbergs, runter Richtung Mönchberg, vorbei an lila Veilchenkissen und den ortsansässigen Ziegen.
Der letzte Wegabschnitt ging die Straße entlang, so dass sich immer ein Räuberpärchen an die Hand nahm und so ging es die letzten paar Meter zur Obstbaumwiese.
Angekommen, genossen wir die Sonnenstrahlen und ließen den Vormittag gemütlich ausklingen. Einige Kinder kullerten noch vergnügt den Wiesenhang hinunter, während andere sich lieber noch bei einer entspannten Vesperpause ausruhten. Dann kamen auch schon die ersten Eltern zur Abholzeit.
Auch sonst gab es diese Woche noch einiges zu tun. Schließlich bedeutet Frühlingsanfang auch, dass Ostern bald vor der Tür steht. Damit wir für unsere Osternestsuche auch Osternester zu suchen haben, pflanzten wir unser eigenes Ostergras in mitgebrachte Schalen. Das Ostergras ist ein Mix aus Hafer ,Weizen und Grassamen. Nun dürfen wir nur das gießen nicht vergessen, damit pünktlich zum Osterfest die Nester in saftigem Grün stehen.
„Können wir wieder die Räuberhöhle in eine Wiese verwandeln?“ fragt ein Mädchen, das sich an letztes Jahr erinnert, als wir die restlichen Samen großzügig verteilten und uns dann über die Grünflächen im Wald freuten.
Dem Erwachen der Natur zuzuschauen, dies mit Freude zu bereichern und darüber zu staunen ist uns ein großes Anliegen. Hier entsteht auch Wertschätzung unserer natürlichen Umwelt gegenüber. Wir nehmen die Natur als Bereicherung wahr, als unser lebendiges Umfeld, das ein Quell von Lebensfreude sein kann. Auch wenn wir die Pflanzen bei ihrem Namen nennen, steht das Erlernen von Begrifflichkeiten weniger in unserem Fokus als das ganzheitliche Wahrnehmen dieser besonderen Zeit des Erwachens.