03/11/2023
Als ich gestern im Edeka-Eingang beim Bäcker auf meine frischen Brötchen wartete, hörte ich zufällig das Gespräch eines älteren Paares vor mir. Sie überlegten, was sie nehmen sollten, wenn sie an der Reihe sind: zwei belegte Brötchen, zwei Kaffees und zwei Käsekuchen zum Hieressen. Die Frau fragte, ob sie genug Geld dabei hätten, da dies ihr letztes Geld sei und sie noch zwei Wochen auf die nächste Rentenzahlung warten müssten. Ihr Mann versicherte ihr, dass er für ihre Geburtstagswünsche immer genug Geld habe. Sein Kommentar brachte ein Lächeln auf mein Gesicht.
Als sie bestellten und die Bäckerin ihre Sachen vorbereitete, ging die Frau bereits zum Sitzen. Der Mann blieb zum Zahlen. Als die Kassiererin den Betrag nannte, war seine Verzweiflung spürbar. Sein Geld reichte nicht aus und seine Karte wurde auch abgelehnt. Er gab einen seiner Teller zurück, um die Rechnung zu begleichen. Andere Kunden tauschten Blicke und Gespräche aus, und der Mann schlich beschämt zu seiner Frau.
Als ich dran war, bestellte ich, was ich wollte und ließ mir zusätzlich den zurückgegebenen Teller und zwei frische Waffeln berechnen. Ich näherte mich dem Paar und sagte, sie hätten einen Teller vergessen, während ich dem Mann zuzwinkerte. Nachdem ich mich hingesetzt hatte, kämpfte er mit seinen Emotionen und bedankte sich bei mir. Er teilte mir seine Geschichte mit: Er arbeitete fast 47 Jahre und kam mit seiner Rente gerade so über die Runden.
Es bricht mir das Herz. Unvorstellbare Summen fließen in Kriege und andere Länder, während viele Rentner in Deutschland ums Überleben kämpfen. Meiner Ansicht nach hat die Politik versagt. Die älteren Bürger, die das System unterstützt haben, werden zurückgelassen, während politische Solidaritätsbekundungen gegenüber Europa vorgebracht werden.
Es ist erschreckend, Rentner zu sehen, die Pfandflaschen sammeln oder betteln. Bitte achtet beim Einkaufen darauf. Jeder kann helfen, selbst wenn es nur ein kleiner Kuchen ist. Gute Taten kommen immer zurück.
-Netzfund-