18/06/2026
Hallo liebe Mitbürger/innen, hallo liebe Unterstützer und Geschäftspartner der Helferhexen,
vor ca. 2 Wochen wurde der Gesetzentwurf für die Pflegereform 2027 veröffentlich und sorgt seit diesem Tag für viel Unruhe. Was derzeit kaum Erwähnung findet, aber für viele ältere, kranke und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen von HOHER Wichtigkeit ist.
Worum geht es?
Es geht um den sogenannten Entlastungbetrag, die berühmten 131,00 Euro monatlich, der vielen Menschen das Leben nicht nur ungemein erleichtert.
Wir mussten von dem Vorschlag der Streichung hören und lesen!
Unfassbar – aber leider wahr!
Und leider müssen wir es so ausdrücken: dass es wieder die SCHWACHEN in unserem Land treffen soll.
Was würde das bedeuten?
Im 1. Schritt würde uns allen ein sehr großer Teil der Arbeitsgrundlage entzogen. Nicht bloß uns den Helferhexen, sondern auch viele andere Arbeitsplätze sind im Land gefährden und auch die „neu eingeführte Nachbarschaftshilfe“ ist somit bedroht.
Im 2. Schritt betrifft es aktuell über 860.000 Menschen in ganz Deutschland, denen eine wichtige Unterstützung und Hilfestellung in ihrem täglichen Leben genommen werden soll. Darunter aktuell auch ca. 300 Kunden allein bei den Helferhexen in Chemnitz, denen wir dann nicht mehr helfen können!!!!
In den Medien wird der Entlastungsbetrag für die Unterstützung im Haushalt, Begleitung/Unterstützung beim Einkauf oder Begleitung zu Arztterminen als unnötig dargestellt.
Wer so etwas behauptet und das sind leider wieder Menschen, die in ihrer Lebensrealität, welche absolut nichts mit dem Leben der Bevölkerung im Land zu tun hat.
Das können wir als Helferhexen und eure Mitmenschen, welche wir Tag für Tag an der Basis und der Lebensrealität tätig sind, so nicht stehen lassen. Ganz im Gegenteil. Unsere Kunden/innen sind bereits so in ihre Mobilität eingeschränkt, dass Sie ohne Hilfe von uns Alltagsbegleiterinnen (ja bei uns arbeiten aktuell nur Frauen) nicht mehr in der Lage sind ihre Wohnung zu verlassen. Damit wären sie vollkommen von der Außenwelt abgeschnitten.
Und nicht immer sind Familienangehörige oder Freunde in der Nähe bzw. vorhanden, welche Sie zum Einkauf oder zu Arztterminen begleiten oder im Haushalt die notwendige Unterstützung leisten können.
Und deshalb entschuldigt bitte diesen den harten Ausdruck: „Aber sie können ja verrecken und verhungern. Und welcher Arzt macht heute denn noch Hausbesuche?“. Die Folgen daraus sind klar und deutlich: diese Menschen würden noch schneller vereinsamen und würden schlussendlich noch schneller versterben. Es klingt hart und nicht empathisch. Aber genau das ist anscheinend so GEWOLLT?!?
WIR SIND DIE ROTE LINIE – GENUG IST GENUG!
Prävention und Vorsorge ist wichtig, aber bitte entschuldigt, einer 85jährigen Dame muss nicht erklärt werden, wie Sie sicher Ihre Fenster putzt. Sie kann es oftmals schlichtweg NICHT mehr.
Aber für viele unserer Kunden/innen ist der Besuch Ihrer Helfer- Hexe der einzige soziale Kontakt. Was ist, wenn dies wegfällt?
Für diese Aufgaben sind wir Helferhexen da und übernehmen dies gerne. Und viele unserer Kunden/innen haben nicht die notwendigen finanziellen Mittel, um diese Dienstleistungen privat zu bezahlen. Genau dafür ist der Entlastungsbetrag da, welche nun gnadenlos weggestrichen werden soll!!!
Dies geht in die komplett falsche Richtung. Es wird nicht nur am falschen Ende gespart. Ganz im Gegenteil, der Beitrag ist seit Jahren schon viel zu gering kalkuliert.
Aktuell spielen sich bei uns persönliche und menschliche Dramen ab. Kunden/innen öffnen mit Tränen in den Augen unseren Helfer-Hexen die Tür und wissen nicht, wie es ab 2027 weiter gehen soll, wenn der Entlastungsbetrag im Pflegegrad einfach gestrichen wird.
In Gesprächen erfahren wir, wie hart es JETZT schon ist, einen Pflegegrad zu erhalten bzw. eine Höherstufung zu erwirken.
Wir - die Helferhexen möchten an dieser Stelle nicht politisch werden. Es gebe Möglichkeiten an anderen Stellen Geld einzusparen. Aber bitte nicht bei den SCHWACHEN, egal ob sie schon älter sind oder durch eine schwere Krankheit oder Unfall gebeutelt sind.
Lasst uns dagegen vorgehen. Lasst uns den Verantwortlichen in diesem Land zeigen, dass wir uns das nicht mehr gefallen lassen.
Teilt diesen Beitrag. Leitet diesen Beitrag an Deinen Stadtrat, deinen Landtagsabgeordneten oder Bundestagsabgeordneten weiter. An jeden den ihr kennt. Zeigt Ihnen, dass wir das nicht hinnehmen werden. Die Menschen und vor allem die Schwachen und hilfsbedürftigen in unserem Land so zu schockieren und hängen zu lassen, können und wollen wir so nicht akzeptieren und müssen deshalb aktiv dagegen vorgehen.
Jeder von uns ist im Laufe des Lebens direkt oder indirekt davon betroffen.
Es gibt immer eine alternative Lösung – lasst uns gemeinsam diese definieren und umsetzen.
MENSCH, WACH AUF UND STEH MIT UNS GEMEINSAM AUF - DENN ES KANN JEDEN VON UNS BETREFFEN!!!
Vielen lieben Dank für dein Unterstützung!
Eure Helferhexen