03/06/2026
NEUE HÄFEN-ALLIANZ:
ERSTE VERANSTALTUNG AM 10. JUNI
Acht bedeutende See- und Binnenhäfen haben sich zur neuen Allianz „Deutsche Häfen“ zusammengeschlossen. Sie wenden sich jetzt mit einem gemeinsamen Appell an die Bundespolitik: Die Hafeninfrastruktur muss als strategische Aufgabe von nationaler Bedeutung anerkannt und – nicht nur auf dem Papier – nachhaltig gestärkt werden.
Gemeinsam wollen die Allianz-Mitglieder ihre Positionen am 10. Juni erstmals im Rahmen einer politischen Veranstaltung unter dem Titel „Wo Resilienz beginnt: Zwischen Energiekrise und Verteidigungspolitik – Die deutschen Häfen als tragende Säulen einer nachhaltigen Infrastruktur der Zukunft“ vorstellen. Ort ist die Landesvertretung der Freien und Hansestadt Hamburg in Berlin.
Geplant sind unter anderem Einblicke aus der Landespolitik, ein Expertenpanel mit Christoph Ploß (Koordinator der Bundesregierung für Maritime Wirtschaft und Tourismus), Christian Bruch (Vorstandsvorsitzender der Siemens Energy AG), Lars Nennhaus (Vorstand Duisburger Hafen AG) und Armin Schaus (Oberst i.G. der Bundeswehr, Abteilungsleiter Zivil-militärische Zusammenarbeit) sowie ein anschließendes Get-together mit Gästen aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
Die Allianz versteht sich als gemeinsame Ansprechpartnerin für Bund und Länder bei den großen Herausforderungen der kommenden Jahre – von der Energiewende über die Modernisierung der Infrastruktur bis hin zu steigenden Anforderungen an Resilienz und Sicherheit.
Die Allianz setzt sich insbesondere für
• die Anerkennung der Häfen als Infrastruktur von nationaler Bedeutung,
• eine verlässliche Beteiligung des Bundes an Hafeninvestitionen,
• Investitionen in Energie-, Sicherheits- und Verkehrsinfrastruktur sowie
• schnellere Planungs- und Genehmigungsverfahren ein.
Rund 60 Prozent des deutschen Außenhandels werden über die Häfen abgewickelt – ihre Leistungsfähigkeit ist nicht nur zentral für die Versorgungssicherheit und Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft, sondern auch für die Energiewende und nicht zuletzt für die Verteidigungsfähigkeit. In diesem Zusammenhang verweisen die Hafeninfrastrukturbetreiber auf einen erheblichen Handlungsdruck: Der Modernisierungsbedarf der öffentlichen Hafeninfrastruktur beläuft sich auf rund 15 Milliarden Euro – ohne eine bislang nennenswerte Beteiligung des Bundes an dessen Bewältigung.