29/10/2025
Nass und kalt aber Landschaftlich wunderschön
Der Röntgenlauf in Remscheid ist mein bisher schönster Landschaftlicher Lauf den ich gemacht habe. Morgens gegen 6 Uhr habe ich mich bei starkem Regen in völliger Dunkelheit auf den Weg gemacht. Es regnete so stark das man nicht einmal die Straßenmakierungen erkennen konnte. Ankunftszeit in Remscheid 7:40 Uhr. Perfekt.......dachte ich. Das ich noch 20 Min. im Parkplatzverkehr stehen musste habe ich nicht erwartet. Da wurde ich schon etwas nervös. Schnell einen Parkplatz gesucht und ein kleiner Sprint zur Startnummernausgabe. Hier wartete eine lange Warteschlange auf mich (Marathon eine Anmeldung, Halbe und 10er bis zu 5 Anmeldungen) und ein Rentner der erst mit jedem quatschen musste, der eine Startnummer bekommen hatte. Wieder 20 Min. weg. Mit der Nervosität wurde es nicht besser. Der Shuttlebus zum Start sollte laut Homepage um 8:30 Uhr fahren. An der Anmeldung stand 8:45 Uhr. Das beruhigte wenigstens ein bisschen. Ganz schnell umgezogen und die Sachen da irgendwo in die Ecke geschmissen. Schnell noch aufs Klo. Einer der Veranstalter sagte das es nur zwei Busse gebe und das es nur eine Chance geben da mitzufahren. Am Klo wieder ne lange Schlange. Jetzt wird's langsam knapp. Noch 7 Min. bis zur Abfahrt. Der letzte Sprint bis zum Bus. Der Bus war schon proppe voll. Noch schnell rein gesprungen, Tür zu, Abfahrt. Das war echt stressig. Das mit den Bussen war dieses Jahr zum ersten Mal damit die Marathonläufer zusammen mit den Ultras und Halben ins Ziel laufen konnten. Nach einer Fahrt von 30 Min. kamen wir am Start an, wo ich noch eine halbe Stunde Zeit hatte. Jetzt wurde die Anspannung besser. Beim Aufwärmen kehrte Ruhe ein. Der Regen durchnässte mich. Dann ging es auf die Strecke. Richtig schön durch Wälder, an viel Fachwerk vorbei, die ganze Zeit den rauschenden Bach im Ohr. Das es bergig werden würde (920hm) wusste ich schon, aber nicht das mir nach 8km schon die Augen aus dem Kopf stehen. Streckenteile die nicht mehr gelaufen werden konnten. Beim bergab laufen musste man gut aufpassen sich bei der Matsche nicht hinzulegen. Zum Glück regnete es unterwegs nicht, doch der Wind war bitterkalt und meine Füße schwammig vom Regen vorm Start. Am Anfang war ich einfach zu schnell. Der Halbmarathon war schon in 2 Stunden runter gerissen. Ab Kilometer 30 war dann der Tank leer. An der Strecke war eine Gruppe die man immer wieder gesehen hat, die einen richtig gut angefeuert hat. Das gab Power. Der Kopf hat mich dann ins Ziel getragen. Es war hart, es war kalt aber es war schön und hat echt Spaß gemacht. Dies wurde dann noch mit einer schönen Medaille gekrönt. Kleiner Witz: Auf der Homepage stand das es im Ziel Schnecken gibt. Zum Glück waren es nur sehr leckere Rosinenschnecken 😁
Kevin