22/09/2026
„Wenn aus Nasenatmung Mundatmung wird“
Warum beschäftigt uns dieses Thema eigentlich in der Zahnarztpraxis?
Weil wir bei Kindern nicht nur Zähne anschauen. 🦷
Wir beobachten auch die Funktion:
👃 Wie frei ist die Nasenatmung?
👄 Ist der Mund in Ruhe geschlossen?
👅 Wo liegt die Zunge?
😴 Schnarcht das Kind oder schläft es unruhig?
🦷 Wie entwickeln sich Zahnbögen, Gaumen und Kiefer?
Eine chronische Mundatmung wird bei Kindern in wissenschaftlichen Untersuchungen häufiger gemeinsam mit bestimmten Veränderungen der kraniofazialen Entwicklung beobachtet.
Aber: Das bedeutet nicht, dass Mundatmung automatisch einen schmalen Oberkiefer oder eine bestimmte Kieferform verursacht.
Genetik, Wachstum, Nasenatmung, Muskelaktivität und viele weitere Faktoren spielen zusammen.
Deshalb ist für uns die entscheidende Frage nicht:
❌ „Wie bekommen wir das Kind dazu, durch die Nase zu atmen?“
Sondern:
✅ „Warum atmet dieses Kind durch den Mund?“
Eine dauerhaft verstopfte Nase, Allergien, vergrößerte Adenoide oder andere Ursachen können dahinterstecken.
Deshalb kann es sinnvoll sein, je nach Befund Zahnmedizin, HNO, Kinderärzt:innen und Logopädie/Myofunktionstherapie zusammenzubringen.
Mundatmung ist keine Diagnose. Sie kann ein Hinweis sein.
Und manchmal beginnt eine gute zahnmedizinische Behandlung deshalb nicht mit einem Zahn – sondern mit einer Frage:
„Wie atmet dein Kind eigentlich?“ 💜
Wenn du möchtest, können wir in einem nächsten Beitrag zeigen, worauf wir bei der Untersuchung eines Kindes konkret achten.