29/04/2024
EVOLUTIONSPÄDAGOGIK
Wir sind naturgemäß Läufer, keine Fahrer. Es geht um natürliche Bewegung. 🤸🏻♂️
Beim Menschen manifestiert sich dieses Bedürfnis ebenso eindrucksvoll in jungen Jahren. Kinder, deren Bewegungsfreiheit nicht künstlich eingeschränkt ist, sind zwar nicht alle bewegungsfreudig, zeigen aber spontane körperliche Aktivitäten. Bei ihnen kann man gut beobachten, worauf es neben dem Laufen in dem Leben, für das unser Körper gemacht ist, noch ankommt. Man kann sehen welches Bewegungsrepertoire sich im Kampf ums Überleben bewährt und daher im Genom festgesetzt hat.
Kleine Jungs und - etwas weniger ausgeprägt - auch Mädchen kämpfen gerne und ausgiebig, um ihre Kräfte zu messen. Sie spielen Fangen oder rennen um die Wette, klettern auf alles, was sich irgendwie erklimmen lässt, balancieren auf jedem Bordstein, Mauervorsprung und Baumstamm und werfen mit wachsender Treffsicherheit mit Steinen - letzteres tun wir Menschen im Übrigen schon seit mindestens 50 000 Jahren.
Die kindliche Entwicklung hat von Geburt an sehr viel mit Bewegung zu tun. Schränkt man sie ein, hat das Konsequenzen. Zwar drohen Kindern heute sehr viel weniger Gefahren als in der Steinzeit, dennoch werden sie von ihren Eltern sehr viel stärker behütet. Diese Behütung bzw. Überbehütung geht oft mit der Einschränkung der Bewegungsfreiheit einher. Das birgt wiederum neue Gefahren:
Ein Kind, das sich nicht genügend frei bewegen kann, das wenig draußen ist, nicht klettert, nicht hüpft und rennt, ist in seiner körperlichen wie geistigen Entwicklung gehemmt.
• Evolutionspädagogik nach MA. Phil. Ludwig Koneberg •
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