05/05/2026
In Italien könnten sich die Spielregeln für Brot bald ändern
In einem Land, in dem Brot Teil der Esskultur ist, wird derzeit ein Gesetzentwurf diskutiert, der Hersteller und Geschäfte dazu verpflichten soll, klar anzugeben, was sie tatsächlich verkaufen.
Es geht um eine einfache, aber wichtige Frage: Was darf als „frisches Brot“ bezeichnet werden?
Heute wird unter dem Begriff „frisch“ oft auch Brot verkauft, das aus tiefgekühlten Teiglingen hergestellt wurde — es wird vor Ort nur noch fertig gebacken. (Ja, Lidl & Co gibt es auch in Italien)
Der Kunde sieht warmes Brot und geht davon aus, dass es frisch hergestelltes, was bekanntermaßen jedoch nicht immer stimmt.
Das neue Gesetz soll hier für Klarheit sorgen:
Als „frisch“ darf nur noch Brot bezeichnet werden, das vollständig ohne Einfrieren hergestellt wurde.
Werden jedoch Halbfabrikate verwendet, muss dies deutlich deklariert werden.
Und diese Produkte müssen klar von „echtem frischem“ Brot getrennt werden.
Der Gesetzentwurf hat bereits den Senat passiert und befindet sich nun im weiteren Gesetzgebungsverfahren.
Warum ist das wichtig?
Weil Brot in Italien nicht einfach nur ein Lebensmittel ist, sondern Teil der Esskultur und der Tradition. Für viele ist es entscheidend zu wissen, ob sie ein handwerklich hergestelltes Produkt kaufen oder ein industrielles Halbfabrikat. In Italien und Frankreich stellen Kunden hohe Ansprüche und akzeptieren nicht, hintergangen zu werden.
Sollte das Gesetz endgültig verabschiedet werden, wird es für Verbraucher einfacher, sich zu orientieren, und kleine Bäckereien erhalten zusätzlichen Schutz vor dann „unlauterem“ Wettbewerb.
Wäre das auch in Österreich denkbar und hilfreich ? Was meint Ihr ?